Am 4. Oktober fand eine ganztägige Großübung unter dem Motto „Unfälle im Gleisbereich“ statt. Gemeinsam trainierten die Feuerwehren St. Johann, St. Georgen am Ybbsfelde und St. Peter in der AU, das Rote Kreuz Amstetten sowie Vertreter der ÖBB den Ernstfall.
Die Übung war in zwei Teile gegliedert:
Am Vormittag stand die theoretische Ausbildung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer wurden durch Experten der ÖBB-Infrastruktur in das Notfallmanagement eingeführt und über die Gefahren im Gleisbereich informiert. Außerdem gab es einen Überblick über die im Bahnverkehr transportierten Gefahrstoffe sowie über den Aufbau von Kesselwagen.
Am Nachmittag folgte der praktische Teil mit zwei realitätsnahen Szenarien:
Im ersten Übungseinsatz galt es, einen Personenzug mit zehn Fahrgästen sicher zu evakuieren – in enger Zusammenarbeit mit dem ÖBB-Einsatzleiter.
Das zweite Szenario stellte die Einsatzkräfte vor eine komplexe Herausforderung: Ein Fahrzeug kollidierte mit einem Gefahrgutwaggon, wodurch ein Leck entstand und eine Person im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Ein Atemschutztrupp führte die Menschenrettung mit hydraulischem Rettungsgerät durch, während sich ein zweiter Trupp mit Schutzstufe-3-Anzügen ausgerüstet hat, um die Leckage am Waggon zu beseitigen.
Durch die enge und professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden.
Ein herzlicher Dank gilt den Feuerwehren St. Johann und St. Georgen am Ybbsfelde, dem Roten Kreuz Amstetten sowie der ÖBB für die hervorragende Kooperation!