Seit dem Besatzungsende war ein deutlicher technischer Fortschritt zu erkennen. Angefangen bei den ersten Kraftfahrzeugen bis hin zum ersten hydraulischen Rettungsgerät – diese Investitionen zeigen, wie sich die Feuerwehr an die immer höher werdenden Anforderungen der Zivilisation anpasst.


1960
Der Gemeinderat bewilligte am 20. Februar 1960 der freiwilligen Feuerwehr eine Subvention von 60.000,– Schilling zum Ankauf eines Feuerwehrautos.
90-Jahr-Jubiläum mit Fahrzeugweihe
Im August 1960 feierte die Wehr ihr 90-jähriges Bestehen verbunden mit einem großen Fest und der Weihe eines neuen Feuerwehrautos der Marke Opel Blitz.
1962
Das Ortskommando der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter in der Au wurde neu gewählt und setzte sich wie folgt zusammen: Johann Fischer (Kommandant), Franz Döcker (Stellvertreter), Karl Steinwendner (Schriftführer) und Johann Schneckenreither (Kassier).
Zug-Zusammenstoß
Am 1. März 1962 kam es im Bahnhofsbereich St. Peter in der Au zu einem Zusammenstoß zweier Züge. Die Güterwaggons waren teilweise mit Kraftfahrzeugen beladen, welche aufgrund des Zusammenstoßes von den Waggons gefallen sind.
Die ersten Funkgeräte wurden angekauft.
1968
Am 8. März 1968 gab es erneut einen Brand im Haus Mayr z’Gasseneck. Das Wirtschaftsgebäude stand in Vollbrand. 32 Rinder mussten gerettet werden.
Brand in der Froschau
Am 30. Oktober 1968 brannte das Wirtschaftsgebäude und eine Scheune der Familie Kogler (Dorf 137) nieder. Zahlreiche Rinder, Schweine und landwirtschaftliche Maschinen mussten aus dem Gebäude gebracht werden. 13 Feuerwehren waren ausgerückt und bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Das Wohngebäude konnte glücklicherweise gerettet werden.
1970
In diesem Jahr wurde in Niederösterreich aufgrund des Feuerpolizei- und Feuerwehrgesetzes die freiwillige Feuerwehr eine Körperschaft öffentlichen Rechts (juristische Person öffentlichen Rechts).

100-Jahr-Jubiläum mit Fahrzeugweihe
Am 9. August 1970 fand das 100-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter in der Au statt. Bei diesem Fest wurde das neue Tanklöschfahrzeug (Mercedes) eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben (Preis 565.000,– Schilling).

1975
Am 31. März brannte die Scheune des Anwesens Kronsteiner (heue Urltal 8) nieder.
Hochwasser entlang der Url
Von 1. bis 3. Juli 1975 waren sieben Feuerwehren ausgerückt, um die Schäden des Hochwassers zu beseitigen. Betroffen waren u. a. die Gebiete Reitschulsiedlung, Bahnhofsviertel, Molkerei Schneider und die Firma Reitbauer (heute Lagerhaus). Außerdem war auch das Landesaltenheim im Markt betroffen.
1976
Am 13. März 1976 um drei Uhr nachmittags kam es zu einem großflächigen Waldbrand im Burgholz, der erst nach einigen Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnte. Acht Feuerwehren waren teilweise bis zum Vormittag des nächsten Tages im Einsatz.
Brand einer Staplerfirma
Am 29. April 1976 entstand in der Staplerwerkstätte von Peter Lenauer ein Feuer. Die Halle brannte dabei komplett aus. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
1979
Am 8. Jänner 1979 standen sieben Feuerwehren mit 93 Mann im Einsatz, um die brennende Werkstatt der Firma Lugmair (heute Hörmann) zu löschen.
1981
Beim Brand einer Holzhütte des Bauernhauses Leherbauer (Fam. Fischer), am 4. Juli 1981, konnte sich ein Jugendlicher nicht mehr aus dem Brandobjekt retten. Erst bei den Nachlöscharbeiten wurde der leblose Körper gefunden.
Der Feuerwehrheurige
Seit dem Jahr 1981 war der jährliche Feuerwehrheurige Ende August ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Marktgemeinde. Durch die Arbeit der Feuerwehrmitglieder und zahlreicher anderer Personen wird bis heute auch ein wesentlicher Beitrag zur Finanzierung der Feuerwehr geleistet.
1982
Von 30. Jänner bis 1. Februar 1982 kämpften 89 Mitglieder von fünf Feuerwehren 467 Stunden lang gegen die Wassermassen.
Brand eines Getreide- und Futtersilos
Am 28. Mai 1982 um ca. 20:30 Uhr geriet der Getreide- und Futtermittelsilo von Franz Röcklinger östlich des Bahnhofes St. Peter-Seitenstetten in Brand. Zwölf Feuerwehren der Umgebung mit 221 Mann mussten vorerst tatenlos zusehen, da der Fahrdienstleiter des Bahnhofes erst die Genehmigung zur Abschaltung der Hochspannungsleitung, die unmittelbar hinter dem Brandobjekt über zwei Geleise vorbeiführt, von seiner vorgesetzten Dienststelle einholen musste. Der Brand war nur von oben bekämpfbar, daher wurde die Drehleiter der Feuerwehr Waidhofen/Ybbs eingesetzt.
Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe und Bezirksfeuerwehrtag in St. Peter in der Au
Am 19. Juni 1982 wurden in St. Peter in der Au die Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe und der Bezirksfeuerwehrtag abgehalten. Begleitet wurde dieses Ereignis durch ein zweitägiges Fest.
Gründung der Feuerwehrjugend
Im Jahr 1982 kam es zur offiziellen Gründung der Feuerwehrjugend als fünfte Jugendgruppe im Bezirk Amstetten. Die Feuerwehrjugend soll eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Jugend in St. Peter in der Au darstellen, die es den 10bis 15-Jährigen ermöglicht, sich bereits in jungen Jahren Wissen über das Feuerwehrwesen anzueignen, Freunde zu finden und zu lernen, den Mitmenschen zu helfen – wobei natürlich Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen.
Zum Jugendbetreuer wurde Walter Bruckschwaiger ernannt, der bereits im ersten Jahr 20 Burschen in den wöchentlichen Jugendstunden betreute.
1985
1986
Bei der Hauptversammlung am 6. Jänner 1986 wurden Franz Kogler zum neuen Kommandanten und Franz Perndl zum Stellvertreter gewählt.
Fahrzeugsegnung
Ein neues Löschfahrzeug (Steyr 591 LF) wurde in den Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug diente der Löschwasserförderung und wurde auch im Hochwasser- und Schadstoffeinsatz eingesetzt.
Dachstuhlbrand in der Inzinghofsiedlung
Im Jahr 1986 brach am Dachboden eines Hauses aufgrund eines Defekts einer Modelleisenbahn ein Brand aus. Dieser griff schließlich auf den gesamten Dachstuhl über.
Am 21. März 1988 stürzte gegen 14:30 Uhr ein Betonmischwagen während der Fahrt auf der LH 86 Richtung Ertl in die hochwasserführende Url. Dabei wurde der Lenker leicht verletzt. Die Bergung, bei der ein 60-Tonnen-Kranwagen zum Einsatz kam, gestaltete sich wegen des Hochwassers äußerst schwierig. Es wurde daher auch ein Taucher eingesetzt.

Fahrzeugsegnung
Es wurde ein Kleinrüstfahrzeug (VW LT) in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug wurde für Technische Einsätze und den Atemschutzdienst konzipiert. Außerdem befand sich darin auch das dringend benötigte hydraulische Rettungsgerät.

BMW Motor (im Vordergrund), 1988.
V.l.: Franz Kogler, Johann Köck, Franz Brenn
1989
Es wurde mit der Renovierung und dem Zubau des Feuerwehrhauses in St. Peter in der Au begonnen. An der Westseite wurde eine zusätzliche Garage und damit ein viertes Einfahrtstor angebaut und an der Nordseite in Richtung Graf-Segur-Platz wurden Büro- und Mannschaftsräume errichtet.
Tödlicher Flugunfall
Am 22. September 1989 stürzte ein Kleinflugzeug in eine Starkstromleitung nahe der Froschau und fing Feuer. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte konnten dem Piloten jedoch nicht mehr helfen.
1990
Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe und Bezirksfeuerwehrtag in St. Peter in der Au
Am 16. Juni 1990 wurden in St. Peter in der Au die Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe und der Bezirksfeuerwehrtag abgehalten. Begleitet wurde dieses Ereignis durch ein dreitägiges Fest und einer Feldmesse am Sonntag.
1991
Am 6. Juni 1991 kam es aufgrund eines Blitzschlages zu einem Dachstuhlbrand in der Schneiderei im Marktgebiet (heue Fa. Hofstätter). Glücklicherweise konnten die umliegenden Gebäude ausreichend geschützt werden.
Traktorunfall im Bachviertel
Am 25. Juni 1991 kam es im Bachviertel zu einem folgenschweren Unfall. Ein Bauer blieb beim Mähen mit dem Mähbalken an einem Baum hängen und stürzte mit dem Traktor in die Url. Der Lenker hatte den Unfall leider nicht überlebt.
Offizielle Übergabe des erneuerten Feuerwehrdepots
Am 25. August 1991 wurden in St. Peter in der Au das renovierte Feuerwehrhaus und der Neu-Zubau im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Fahrzeugweihe
Es wurde ein neues Kommandofahrzeug (Renault Traffic) in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug diente der Einsatzleitung und zum Mannschaftstransport.
1992
Am 11. Jänner 1992 explodierte der Fernseher in einem Haus am Marktplatz, wodurch es zu einer starken Rauchentwicklung kam.
1995
Es wurde ein neues Tanklöschfahrzeug (Steyr TLF-A 4000) in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug führte Geräte für den Einsatz im Brandfall (unter anderem 4.000 l Wasser) mit. Durch den Einbau des hydraulischen Rettungsgerätes war es jedoch auch bei Technischen Einsätzen relevant.
ÖBB überreicht Schutzanzüge
Aufgrund der häufiger werdenden Schadstofftransporte auf der Westbahn wurden der FF St. Peter in der Au drei Schutzanzüge der Schutzstufe 3 von den Österreichischen Bundesbahnen überreicht. Mit diesen gasdichten Anzügen kann man 20 Minuten unabhängig von der Außenluft arbeiten.

1999
Ein LKW-Fahrer der Straßenmeisterei fuhr von Seitenstetten kommend auf der B 122 nach St. Peter in der Au. Kurz vor der Urlbrücke kam er aufgrund von Übelkeit von der Fahrbahn ab und touchierte den Gehsteig sowie das Brückengeländer. Infolgedessen stürzte der LKW um. Der Fahrer wurde leicht verletzt.
